BENTONIT
Bentonit wird auch als „der Ton mit 1000 Verwendungsmöglichkeiten“ bezeichnet.
Gießereien verwenden Bentonit beim Gießen von Metallformen. Der Ton hält höheren Temperaturen stand, und die extreme Hitze führt nicht dazu, dass der Ton seine chemische Struktur verliert.
Eisenerzproduzenten mischen Bentonit unter das zerkleinerte Takonit, um Pellets herzustellen, die anschließend zu den Stahlwerken transportiert werden können.
Wir führen den Typ „Western Sodium“ sowie die „Southern Bentonite Calcium“-Typen
Eigenschaften von „WESTERN“-Bentonit (Natriumtyp):
Bei dieser Bentonitart handelt es sich um ein natriumbasiertes Bentonit – es quillt auf das etwa 15-fache seines trockenen Volumens auf. Western Bentonite in Formsandmischungen trägt bei der Herstellung von Tiefgussformen dazu bei, die Maßgenauigkeit zu gewährleisten.
Es wird vor allem bei der Herstellung von Eisen- und Nichteisengussteilen verwendet. Westliches Bentonit weist eine höhere Trocken- und Heißfestigkeit auf als südliches Bentonit.
Eigenschaften von Bentonit der Sorte „SOUTHERN“ (Kalziumtyp):
Diese Bentonitart ist ein Bentonit auf Kalziumbasis – er quillt nur auf das Doppelte seines trockenen Volumens auf. Südlicher Bentonit bietet eine höhere Druckfestigkeit im Rohzustand und eine bessere Durchlässigkeit als westlicher Bentonit und weist eine geringere Heißfestigkeit auf. Die geringere Festigkeit erleichtert das Ausschütteln und verringert spannungsbedingte Fehler. Mischungen aus Formsand mit südlichem Bentonit verringern häufig die mechanische Durchdringung, was zu gleichmäßig dichten Formen führt.
Hauptsächlich wird es zur Herstellung von Nichteisenmetallgussteilen verwendet.
CARSIN
Von Zeit zu Zeit kommt es in Gießereien zu einer rauen Oberfläche bei Gussteilen. Dies wird höchstwahrscheinlich durch das Eindringen von geschmolzenem Metall in den Formsand verursacht. Je nach Schweregrad werden diese Fehler üblicherweise als „Burn-On“ oder „Burn-In“ bezeichnet.
Die Zugabe von Carsin zum Sand und die richtige Abstimmung der Formsand-Eigenschaften sind ein „Muss“ für die erfolgreiche und kontinuierliche Herstellung von Gussteilen mit guter Oberflächenqualität. Dies reduziert den zeit- und arbeitsaufwändigen Reinigungsaufwand und verbessert die Bearbeitbarkeit der Gussteile.
Carsin ist eine Mischung aus verschiedenen kohlenstoffhaltigen Materialien, die sich besonders gut zur Bildung einer dicken Schicht aus glänzendem Kohlenstoff eignet. Wenn das geschmolzene Metall in den Formhohlraum eintritt, führt die Hitze zu einer pyrolytischen Zersetzung von Carsin. Die dabei entstehenden flüchtigen Bestandteile „kondensieren“ an der Grenzfläche zwischen Form und Metall und lagern sich als dünne Schicht aus mikrokristallinem, glänzendem Kohlenstoff ab. Diese Schutzschicht verhindert die Bildung von Fayalit, das durch die Reaktion zwischen saurem Quarzsand und basischen Metalloxiden entsteht.
Vorteile von Carsin gegenüber Seekohle:
- Geringer Schwefelgehalt (wichtig für duktilem Gusseisen)
- Weniger Asche bleibt im Sand zurück
- Bessere Fließfähigkeit des Sandes, wodurch eine gleichmäßigere Härte und Dichte der Form erzielt wird
- Weniger Rauch und Geruch am Arbeitsplatz
- Gute Ablösefähigkeit, verhindert oder verringert das Eindringen von Metall
- Schnellere Freisetzung flüchtiger Stoffe